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Erdüberlastung: Der schwierige Weg zur wissenschaftlichen Definition
Weniger Artenvielfalt, zu viele Chemikalien und Kunststoffe, zu intensive Abholzung: Sechs von neun planetaren Grenzen sind Forschenden zufolge bereits überschritten. Die Widerstandskraft der Erde schwinde. Ein anderes Forschungsteam kam in einer Untersuchung auf acht Erdüberlastungsgrenzen, von denen sieben bereits überschritten seien. Ist das ein Widerspruch?
Das Konzept der planetaren Grenzen ist nicht neu. Eine 28-köpfige Gruppe von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Erdsystem- und Umweltwissenschaften hat es entwickelt und im Jahr 2009 erstmals veröffentlicht - unter Leitung vom heutigen Direktor des Potsdam Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), Johan Rockström. Es beschreibt die ökologischen Grenzen der Erde, deren Überschreitung die Stabilität des Ökosystems auf dem ganzen Planeten gefährdet und damit auch seine Widerstandsfähigkeit.
Planetare Belastung: Mit der zweiten Aktualisierung alle Grenzen bestimmt
Nun legte das Team ein Update vor: Mit der aktuellen Publikation hat es das Konzept nach einer ersten Aktualisierung im Jahr 2015 ein zweites Mal überarbeitet. Dabei hat es viele neue Forschungsergebnisse aus den vergangenen Jahren aufgegriffen, sagt Mitautor Wolfgang Lucht. Er leitet die Forschungsabteilung für Erdsystemanalyse am PIK.
Die neun planetaren Grenzen seien immer noch dieselben wie schon 2009, erklärt er. Doch das Konzept sei jetzt viel feiner. Einige der Grenzen seien etwa in Teilbereiche unterteilt worden. "Beim Klima haben wir zwei verschiedene Dimensionen, die wir uns anschauen, und auch bei der Biosphäre haben wir zwei", so Lucht. Bei der Biosphäre etwa schaue das Team sich einerseits die Biodiversität mit der Aussterberate an und zum anderen auch die Funktionen der Ökosysteme im Erdsystem. Auch die Metriken, in denen gemessen wurde, seien in einigen Fällen angepasst worden.
Außerdem seien 2009 einige der Grenzen zwar benannt, aber noch nicht bestimmt. Damals habe dafür die Grundlage gefehlt, sagt Lucht. "Und in der jetzigen Veröffentlichung wurden zum ersten Mal alle Grenzen bestimmt." Während das Team damals also das Konzept der planetaren Grenzen überhaupt erstmal "auf den Tisch gelegt" habe, sei die Analyse jetzt sehr viel tiefer und auf dem neuesten Stand der Forschung.
Wie viele Grenzen hat die Erde? Ein zweites Team mit personellen Überschneidungen
Doch erst Ende Mai hatte eine ganz ähnliche Publikation im Fachmagazin Nature für Aufsehen gesorgt: Hier hieß es, es seien sieben von acht Grenzen des Erdsystems bereits überschritten worden. Unter den Autorinnen und Autoren gibt es außerdem noch Überschneidungen, an beiden Untersuchungen war etwa PIK-Direktor Rockström beteiligt. Das kann für Verwirrung sorgen, räumt Erdsystem-Forscher Lucht ein. Doch bei dieser Untersuchung handle es sich trotzdem um ein anderes, ein zweites Forschungsteam, das sich mit der Gleichen Thematik auseinandersetzt.
Und das sei auch genau so gewollt. Das Forschungsteam, das das Konzept der planetaren Grenzen entwickelt hat, rufe genau dazu auf, so Lucht, dass sich internationale Wissenschaftsgruppen, dieser Thematik annehmen und ihrerseits Analysen vorlegen sollten. "So könnte man später vielleicht in einer Synthese wie beim Weltklimabericht einen Welterdsystembericht über den Zustand der gesamten Erde und nicht nur das Klimas produzieren", sagt der PIK-Forscher.
Das zweite Team nenne seine definierten Grenzen auch nicht planetare Grenzen, sondern Erdsystem-Grenzen. Der Rahmen, in dem sich die Untersuchung bewege, sei aber derselbe. Es sei aber ganz normal, so Lucht, dass andere Forschungsgruppen manchmal auch zu etwas anderen Definitionen und Schwerpunkten kämen. So sei in dieser Analyse etwa auch die Frage der Gerechtigkeit analysiert worden, erläutert Lucht. "Also welche Grenzen müsste man einhalten, damit es gerechter auf der Welt wird", erklärt er. "Während wir bei den planetaren Grenzen nur den Zustand der Erde anschauen."
Erdsystem und planetare Belastung: Hoffnung auf weitere Analysen
Der PIK-Forscher sieht in den Publikationen keinen Widerspruch. "Wir arbeiten alle am Verständnis des Erdsystems und freuen uns, dass solche anderen Gruppen das aufgenommen haben", sagt er. Tatsächlich hofften die Forschenden sogar darauf, dass noch mehr Analysen dazu kommen. Dann müsse irgendwann geschaut werden, ob man zu einer gewissen Einheitlichkeit gelange, damit die Dinge vergleichbar würden. "Zunächst mal ist es aber gut, dass überhaupt daran gearbeitet wird", so Lucht.
Der Forscher verweist auf die Klimaforschung. Da gebe es ja auch nicht nur ein Klimamodell. Auf der Welt gebe es fast 30 verschiedene Modelle, die auch nicht alle gleich seien. "Und das ist aber eine Stärke, weil man dann eben alles zusammenlegen kann", so Lucht. Und dann habe man eine breite Basis für das Wissen und könne den Stand der Dinge dann in einem Überblicksbericht synthetisieren.
https://www.mdr.de/wissen/planetare-grenzenerdueberlastung- forschung-100.html
Warum sieht der PIK-Forscher keinen Widerspruch in den Publikationen und hofft sogar auf weitere Analysen?
Provas
Erdüberlastung: Der schwierige Weg zur wissenschaftlichen Definition
Weniger Artenvielfalt, zu viele Chemikalien und Kunststoffe, zu intensive Abholzung: Sechs von neun planetaren Grenzen sind Forschenden zufolge bereits überschritten. Die Widerstandskraft der Erde schwinde. Ein anderes Forschungsteam kam in einer Untersuchung auf acht Erdüberlastungsgrenzen, von denen sieben bereits überschritten seien. Ist das ein Widerspruch?
Das Konzept der planetaren Grenzen ist nicht neu. Eine 28-köpfige Gruppe von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Erdsystem- und Umweltwissenschaften hat es entwickelt und im Jahr 2009 erstmals veröffentlicht - unter Leitung vom heutigen Direktor des Potsdam Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), Johan Rockström. Es beschreibt die ökologischen Grenzen der Erde, deren Überschreitung die Stabilität des Ökosystems auf dem ganzen Planeten gefährdet und damit auch seine Widerstandsfähigkeit.
Planetare Belastung: Mit der zweiten Aktualisierung alle Grenzen bestimmt
Nun legte das Team ein Update vor: Mit der aktuellen Publikation hat es das Konzept nach einer ersten Aktualisierung im Jahr 2015 ein zweites Mal überarbeitet. Dabei hat es viele neue Forschungsergebnisse aus den vergangenen Jahren aufgegriffen, sagt Mitautor Wolfgang Lucht. Er leitet die Forschungsabteilung für Erdsystemanalyse am PIK.
Die neun planetaren Grenzen seien immer noch dieselben wie schon 2009, erklärt er. Doch das Konzept sei jetzt viel feiner. Einige der Grenzen seien etwa in Teilbereiche unterteilt worden. "Beim Klima haben wir zwei verschiedene Dimensionen, die wir uns anschauen, und auch bei der Biosphäre haben wir zwei", so Lucht. Bei der Biosphäre etwa schaue das Team sich einerseits die Biodiversität mit der Aussterberate an und zum anderen auch die Funktionen der Ökosysteme im Erdsystem. Auch die Metriken, in denen gemessen wurde, seien in einigen Fällen angepasst worden.
Außerdem seien 2009 einige der Grenzen zwar benannt, aber noch nicht bestimmt. Damals habe dafür die Grundlage gefehlt, sagt Lucht. "Und in der jetzigen Veröffentlichung wurden zum ersten Mal alle Grenzen bestimmt." Während das Team damals also das Konzept der planetaren Grenzen überhaupt erstmal "auf den Tisch gelegt" habe, sei die Analyse jetzt sehr viel tiefer und auf dem neuesten Stand der Forschung.
Wie viele Grenzen hat die Erde? Ein zweites Team mit personellen Überschneidungen
Doch erst Ende Mai hatte eine ganz ähnliche Publikation im Fachmagazin Nature für Aufsehen gesorgt: Hier hieß es, es seien sieben von acht Grenzen des Erdsystems bereits überschritten worden. Unter den Autorinnen und Autoren gibt es außerdem noch Überschneidungen, an beiden Untersuchungen war etwa PIK-Direktor Rockström beteiligt. Das kann für Verwirrung sorgen, räumt Erdsystem-Forscher Lucht ein. Doch bei dieser Untersuchung handle es sich trotzdem um ein anderes, ein zweites Forschungsteam, das sich mit der Gleichen Thematik auseinandersetzt.
Und das sei auch genau so gewollt. Das Forschungsteam, das das Konzept der planetaren Grenzen entwickelt hat, rufe genau dazu auf, so Lucht, dass sich internationale Wissenschaftsgruppen, dieser Thematik annehmen und ihrerseits Analysen vorlegen sollten. "So könnte man später vielleicht in einer Synthese wie beim Weltklimabericht einen Welterdsystembericht über den Zustand der gesamten Erde und nicht nur das Klimas produzieren", sagt der PIK-Forscher.
Das zweite Team nenne seine definierten Grenzen auch nicht planetare Grenzen, sondern Erdsystem-Grenzen. Der Rahmen, in dem sich die Untersuchung bewege, sei aber derselbe. Es sei aber ganz normal, so Lucht, dass andere Forschungsgruppen manchmal auch zu etwas anderen Definitionen und Schwerpunkten kämen. So sei in dieser Analyse etwa auch die Frage der Gerechtigkeit analysiert worden, erläutert Lucht. "Also welche Grenzen müsste man einhalten, damit es gerechter auf der Welt wird", erklärt er. "Während wir bei den planetaren Grenzen nur den Zustand der Erde anschauen."
Erdsystem und planetare Belastung: Hoffnung auf weitere Analysen
Der PIK-Forscher sieht in den Publikationen keinen Widerspruch. "Wir arbeiten alle am Verständnis des Erdsystems und freuen uns, dass solche anderen Gruppen das aufgenommen haben", sagt er. Tatsächlich hofften die Forschenden sogar darauf, dass noch mehr Analysen dazu kommen. Dann müsse irgendwann geschaut werden, ob man zu einer gewissen Einheitlichkeit gelange, damit die Dinge vergleichbar würden. "Zunächst mal ist es aber gut, dass überhaupt daran gearbeitet wird", so Lucht.
Der Forscher verweist auf die Klimaforschung. Da gebe es ja auch nicht nur ein Klimamodell. Auf der Welt gebe es fast 30 verschiedene Modelle, die auch nicht alle gleich seien. "Und das ist aber eine Stärke, weil man dann eben alles zusammenlegen kann", so Lucht. Und dann habe man eine breite Basis für das Wissen und könne den Stand der Dinge dann in einem Überblicksbericht synthetisieren.
https://www.mdr.de/wissen/planetare-grenzenerdueberlastung- forschung-100.html
Was beschreibt das Konzept der planetaren Grenzen, das 2009 von einer Gruppe von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern unter Leitung von Johan Rockström entwickelt und veröffentlicht wurde?
Provas
Erdüberlastung: Der schwierige Weg zur wissenschaftlichen Definition
Weniger Artenvielfalt, zu viele Chemikalien und Kunststoffe, zu intensive Abholzung: Sechs von neun planetaren Grenzen sind Forschenden zufolge bereits überschritten. Die Widerstandskraft der Erde schwinde. Ein anderes Forschungsteam kam in einer Untersuchung auf acht Erdüberlastungsgrenzen, von denen sieben bereits überschritten seien. Ist das ein Widerspruch?
Das Konzept der planetaren Grenzen ist nicht neu. Eine 28-köpfige Gruppe von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Erdsystem- und Umweltwissenschaften hat es entwickelt und im Jahr 2009 erstmals veröffentlicht - unter Leitung vom heutigen Direktor des Potsdam Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), Johan Rockström. Es beschreibt die ökologischen Grenzen der Erde, deren Überschreitung die Stabilität des Ökosystems auf dem ganzen Planeten gefährdet und damit auch seine Widerstandsfähigkeit.
Planetare Belastung: Mit der zweiten Aktualisierung alle Grenzen bestimmt
Nun legte das Team ein Update vor: Mit der aktuellen Publikation hat es das Konzept nach einer ersten Aktualisierung im Jahr 2015 ein zweites Mal überarbeitet. Dabei hat es viele neue Forschungsergebnisse aus den vergangenen Jahren aufgegriffen, sagt Mitautor Wolfgang Lucht. Er leitet die Forschungsabteilung für Erdsystemanalyse am PIK.
Die neun planetaren Grenzen seien immer noch dieselben wie schon 2009, erklärt er. Doch das Konzept sei jetzt viel feiner. Einige der Grenzen seien etwa in Teilbereiche unterteilt worden. "Beim Klima haben wir zwei verschiedene Dimensionen, die wir uns anschauen, und auch bei der Biosphäre haben wir zwei", so Lucht. Bei der Biosphäre etwa schaue das Team sich einerseits die Biodiversität mit der Aussterberate an und zum anderen auch die Funktionen der Ökosysteme im Erdsystem. Auch die Metriken, in denen gemessen wurde, seien in einigen Fällen angepasst worden.
Außerdem seien 2009 einige der Grenzen zwar benannt, aber noch nicht bestimmt. Damals habe dafür die Grundlage gefehlt, sagt Lucht. "Und in der jetzigen Veröffentlichung wurden zum ersten Mal alle Grenzen bestimmt." Während das Team damals also das Konzept der planetaren Grenzen überhaupt erstmal "auf den Tisch gelegt" habe, sei die Analyse jetzt sehr viel tiefer und auf dem neuesten Stand der Forschung.
Wie viele Grenzen hat die Erde? Ein zweites Team mit personellen Überschneidungen
Doch erst Ende Mai hatte eine ganz ähnliche Publikation im Fachmagazin Nature für Aufsehen gesorgt: Hier hieß es, es seien sieben von acht Grenzen des Erdsystems bereits überschritten worden. Unter den Autorinnen und Autoren gibt es außerdem noch Überschneidungen, an beiden Untersuchungen war etwa PIK-Direktor Rockström beteiligt. Das kann für Verwirrung sorgen, räumt Erdsystem-Forscher Lucht ein. Doch bei dieser Untersuchung handle es sich trotzdem um ein anderes, ein zweites Forschungsteam, das sich mit der Gleichen Thematik auseinandersetzt.
Und das sei auch genau so gewollt. Das Forschungsteam, das das Konzept der planetaren Grenzen entwickelt hat, rufe genau dazu auf, so Lucht, dass sich internationale Wissenschaftsgruppen, dieser Thematik annehmen und ihrerseits Analysen vorlegen sollten. "So könnte man später vielleicht in einer Synthese wie beim Weltklimabericht einen Welterdsystembericht über den Zustand der gesamten Erde und nicht nur das Klimas produzieren", sagt der PIK-Forscher.
Das zweite Team nenne seine definierten Grenzen auch nicht planetare Grenzen, sondern Erdsystem-Grenzen. Der Rahmen, in dem sich die Untersuchung bewege, sei aber derselbe. Es sei aber ganz normal, so Lucht, dass andere Forschungsgruppen manchmal auch zu etwas anderen Definitionen und Schwerpunkten kämen. So sei in dieser Analyse etwa auch die Frage der Gerechtigkeit analysiert worden, erläutert Lucht. "Also welche Grenzen müsste man einhalten, damit es gerechter auf der Welt wird", erklärt er. "Während wir bei den planetaren Grenzen nur den Zustand der Erde anschauen."
Erdsystem und planetare Belastung: Hoffnung auf weitere Analysen
Der PIK-Forscher sieht in den Publikationen keinen Widerspruch. "Wir arbeiten alle am Verständnis des Erdsystems und freuen uns, dass solche anderen Gruppen das aufgenommen haben", sagt er. Tatsächlich hofften die Forschenden sogar darauf, dass noch mehr Analysen dazu kommen. Dann müsse irgendwann geschaut werden, ob man zu einer gewissen Einheitlichkeit gelange, damit die Dinge vergleichbar würden. "Zunächst mal ist es aber gut, dass überhaupt daran gearbeitet wird", so Lucht.
Der Forscher verweist auf die Klimaforschung. Da gebe es ja auch nicht nur ein Klimamodell. Auf der Welt gebe es fast 30 verschiedene Modelle, die auch nicht alle gleich seien. "Und das ist aber eine Stärke, weil man dann eben alles zusammenlegen kann", so Lucht. Und dann habe man eine breite Basis für das Wissen und könne den Stand der Dinge dann in einem Überblicksbericht synthetisieren.
https://www.mdr.de/wissen/planetare-grenzenerdueberlastung- forschung-100.html
Was unterscheidet die aktuelle Aktualisierung des Konzepts der planetaren Grenzen von der ersten Veröffentlichung im Jahr 2009?
Provas
Erdüberlastung: Der schwierige Weg zur wissenschaftlichen Definition
Weniger Artenvielfalt, zu viele Chemikalien und Kunststoffe, zu intensive Abholzung: Sechs von neun planetaren Grenzen sind Forschenden zufolge bereits überschritten. Die Widerstandskraft der Erde schwinde. Ein anderes Forschungsteam kam in einer Untersuchung auf acht Erdüberlastungsgrenzen, von denen sieben bereits überschritten seien. Ist das ein Widerspruch?
Das Konzept der planetaren Grenzen ist nicht neu. Eine 28-köpfige Gruppe von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Erdsystem- und Umweltwissenschaften hat es entwickelt und im Jahr 2009 erstmals veröffentlicht - unter Leitung vom heutigen Direktor des Potsdam Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), Johan Rockström. Es beschreibt die ökologischen Grenzen der Erde, deren Überschreitung die Stabilität des Ökosystems auf dem ganzen Planeten gefährdet und damit auch seine Widerstandsfähigkeit.
Planetare Belastung: Mit der zweiten Aktualisierung alle Grenzen bestimmt
Nun legte das Team ein Update vor: Mit der aktuellen Publikation hat es das Konzept nach einer ersten Aktualisierung im Jahr 2015 ein zweites Mal überarbeitet. Dabei hat es viele neue Forschungsergebnisse aus den vergangenen Jahren aufgegriffen, sagt Mitautor Wolfgang Lucht. Er leitet die Forschungsabteilung für Erdsystemanalyse am PIK.
Die neun planetaren Grenzen seien immer noch dieselben wie schon 2009, erklärt er. Doch das Konzept sei jetzt viel feiner. Einige der Grenzen seien etwa in Teilbereiche unterteilt worden. "Beim Klima haben wir zwei verschiedene Dimensionen, die wir uns anschauen, und auch bei der Biosphäre haben wir zwei", so Lucht. Bei der Biosphäre etwa schaue das Team sich einerseits die Biodiversität mit der Aussterberate an und zum anderen auch die Funktionen der Ökosysteme im Erdsystem. Auch die Metriken, in denen gemessen wurde, seien in einigen Fällen angepasst worden.
Außerdem seien 2009 einige der Grenzen zwar benannt, aber noch nicht bestimmt. Damals habe dafür die Grundlage gefehlt, sagt Lucht. "Und in der jetzigen Veröffentlichung wurden zum ersten Mal alle Grenzen bestimmt." Während das Team damals also das Konzept der planetaren Grenzen überhaupt erstmal "auf den Tisch gelegt" habe, sei die Analyse jetzt sehr viel tiefer und auf dem neuesten Stand der Forschung.
Wie viele Grenzen hat die Erde? Ein zweites Team mit personellen Überschneidungen
Doch erst Ende Mai hatte eine ganz ähnliche Publikation im Fachmagazin Nature für Aufsehen gesorgt: Hier hieß es, es seien sieben von acht Grenzen des Erdsystems bereits überschritten worden. Unter den Autorinnen und Autoren gibt es außerdem noch Überschneidungen, an beiden Untersuchungen war etwa PIK-Direktor Rockström beteiligt. Das kann für Verwirrung sorgen, räumt Erdsystem-Forscher Lucht ein. Doch bei dieser Untersuchung handle es sich trotzdem um ein anderes, ein zweites Forschungsteam, das sich mit der Gleichen Thematik auseinandersetzt.
Und das sei auch genau so gewollt. Das Forschungsteam, das das Konzept der planetaren Grenzen entwickelt hat, rufe genau dazu auf, so Lucht, dass sich internationale Wissenschaftsgruppen, dieser Thematik annehmen und ihrerseits Analysen vorlegen sollten. "So könnte man später vielleicht in einer Synthese wie beim Weltklimabericht einen Welterdsystembericht über den Zustand der gesamten Erde und nicht nur das Klimas produzieren", sagt der PIK-Forscher.
Das zweite Team nenne seine definierten Grenzen auch nicht planetare Grenzen, sondern Erdsystem-Grenzen. Der Rahmen, in dem sich die Untersuchung bewege, sei aber derselbe. Es sei aber ganz normal, so Lucht, dass andere Forschungsgruppen manchmal auch zu etwas anderen Definitionen und Schwerpunkten kämen. So sei in dieser Analyse etwa auch die Frage der Gerechtigkeit analysiert worden, erläutert Lucht. "Also welche Grenzen müsste man einhalten, damit es gerechter auf der Welt wird", erklärt er. "Während wir bei den planetaren Grenzen nur den Zustand der Erde anschauen."
Erdsystem und planetare Belastung: Hoffnung auf weitere Analysen
Der PIK-Forscher sieht in den Publikationen keinen Widerspruch. "Wir arbeiten alle am Verständnis des Erdsystems und freuen uns, dass solche anderen Gruppen das aufgenommen haben", sagt er. Tatsächlich hofften die Forschenden sogar darauf, dass noch mehr Analysen dazu kommen. Dann müsse irgendwann geschaut werden, ob man zu einer gewissen Einheitlichkeit gelange, damit die Dinge vergleichbar würden. "Zunächst mal ist es aber gut, dass überhaupt daran gearbeitet wird", so Lucht.
Der Forscher verweist auf die Klimaforschung. Da gebe es ja auch nicht nur ein Klimamodell. Auf der Welt gebe es fast 30 verschiedene Modelle, die auch nicht alle gleich seien. "Und das ist aber eine Stärke, weil man dann eben alles zusammenlegen kann", so Lucht. Und dann habe man eine breite Basis für das Wissen und könne den Stand der Dinge dann in einem Überblicksbericht synthetisieren.
https://www.mdr.de/wissen/planetare-grenzenerdueberlastung- forschung-100.html
Welche Bezeichnung verwendet das zweite Forschungsteam für die festgelegten Begrenzungen, die in der Untersuchung behandelt werden?
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Maria Antônia é servidora pública municipal e está sendo processada administrativamente por prestar informações adulteradas a membros de um sindicato. O processo administrativo seguiu o trâmite regular e as partes envolvidas aguardam a decisão. João, a quem incumbia a tarefa de julgar o processo de Maria Antônia, não está exercendo sua função em razão de um atestado médico. Para substituí-lo, Vitor Carlos foi convocado para julgar o processo. Considerando essa situação, com base nos princípios éticos do serviço público, assinale a alternativa correta:
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As relações humanas no trabalho se referem às interações sociais e emocionais entre as pessoas dentro de um ambiente de trabalho. Nesse sentido, assinale a alternativa que indica uma atitude que pode melhorar o desempenho, a produtividade e a satisfação dos funcionários:
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Disciplina: Direito Educacional e Tecnológico
Banca: FURB
Orgão: Pref. Blumenau-SC
A instrução normativa SEMED n.° 01/2017 dispõe sobre diretrizes e procedimentos para implantação do Sistema de Avaliação do Processo Ensino-Aprendizagem do Ensino Fundamental da Rede Municipal de Ensino de Blumenau (SC). De acordo com esse documento, marque a alternativa correta sobre a verificação do rendimento escolar:
Provas
Disciplina: Direito Educacional e Tecnológico
Banca: FURB
Orgão: Pref. Blumenau-SC
O Currículo da Educação Básica do Sistema Municipal de Ensino de Blumenau (SC) dispõe sobre uma organização em relação ao bilinguismo, que se caracteriza como a capacidade do indivíduo de falar igualmente bem duas línguas. Diante do exposto, sobre essa organização, associe as colunas a seguir:
Coluna I
I.Currículo integrado por itinerância.
II.Currículo adicional.
III.Currículo integrado.
Coluna II
a.Língua Brasileira de Sinais, em que o trabalho pedagógico com a segunda língua é oferecido em diferentes momentos de modo a abranger todos os componentes curriculares.
b.Língua Alemã ou Língua Inglesa, em que o trabalho pedagógico é desenvolvido, concomitantemente, em dois idiomas: a Língua Portuguesa e uma língua adicional.
c.Língua Alemã ou Língua Inglesa, em que há a ampliação da carga horária ofertada para a segunda língua no contraturno escolar com atividades complementares nas áreas das Artes e Tecnologias.
Assinale a alternativa que apresenta a correta associação entre as colunas:
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Disciplina: Direito Educacional e Tecnológico
Banca: FURB
Orgão: Pref. Blumenau-SC
De acordo com o exposto no Currículo da Educação Básica do Sistema Municipal de Ensino de Blumenau (SC), o planejamento dos contextos de aprendizagem é potencializado quando os conhecimentos cotidianos e os sentidos a eles associados são considerados para a aprendizagem do conhecimento científico, formal. Essa questão relacionada ao funcionamento psicológico do sujeito necessita ser levada em consideração pelo professor no planejamento da sua atividade de ensino, que considera, também, as estratégias mais adequadas que mobilizam a construção de conceitos científicos. Diante do exposto, observe o texto a seguir:
É um percurso histórico desenvolvimental organizado em ações mentais e operações decorrentes a partir da necessidade de aprender os conhecimentos científicos. Além disso, gera zonas de desenvolvimento que possibilitam que os sujeitos se apropriem dos conhecimentos e os transformem em atividade pessoal nas suas relações com o mundo e consigo mesmos.
Esse texto relaciona-se à/ao:
Provas
Disciplina: Direito Educacional e Tecnológico
Banca: FURB
Orgão: Pref. Blumenau-SC
Conforme disposto no Currículo da Educação Básica do Sistema Municipal de Ensino de Blumenau (SC), a opção pela teoria Histórico-Cultural como suporte teórico central de toda a proposta vem ao encontro dos anseios de todos os profissionais que atuam na Educação Infantil e no Ensino Fundamental no sentido de tornar suas atividades em atividades atuantes. E por que não dizer atividades consistentes, no que diz respeito ao que os profissionais objetivam alcançar e o que é necessário e possível fazer: a educação como compromisso pessoal e coletivo em busca da formação humana, via apropriação da cultura que se caracterizou, exatamente, pelas distintas formas como construímos e ainda estamos construindo a nossa humanidade.
Sobre esse assunto, julgue os itens a seguir:
I.Os conhecimentos elaborados pelo estudante devem constituir-se em uma compreensão clara e ampla do mundo e de sua vida. Seu percurso formativo necessita estar subordinado à ideia de humanização do conhecimento escolar, bem como à formação da consciência de si mesmo e autodeterminação da sua personalidade.
II.É importante apresentar às crianças, adolescentes e adultos, distintas narrativas de humanização ou distintas linguagens, pois, dessa forma, os estudantes podem participar como protagonistas mais importantes na edificação dessas narrativas.
III.A principal tarefa do percurso formativo é criar condições para o desenvolvimento do pensamento independente e criativo das crianças e dos estudantes, isso ocorre à medida que os professores os acompanham com clareza de objetivos e de resultados a serem obtidos.
É correto o que se afirma em:
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